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ThemenRadar zu Digitaltrends

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Welche Digitaltrends prägen die Verwaltung der Zukunft?

Bei der Digitalisierung verkürzt sich die Dauer von der Entstehung einer neuen Technologie bis zu ihrer Adaption in weiten Teilen der Bevölkerung. Hier nicht den Anschluss zu verlieren und relevante Digitaltrends zu erkennen und sich frühzeitig mit ihnen auseinanderzusetzen, wird daher auch für die öffentliche Verwaltung immer wichtiger. Welche Digitaltrends beeinflussen bereits heute die Arbeit der Verwaltung, welche Veränderungen zeichnen sich für die Zukunft ab? Das ThemenRadar von Behörden Spiegel, Fraunhofer FOKUS und seinem Kompetenzzentrum Öffentliche IT gibt Aufschluss.

Die Debatte um die digitale Transformation von Staat und Gesellschaft wird vielfach von Hypethemen dominiert, die in ihren langfristigen Auswirkungen überschätzt werden. Ungeachtet dieses Grundrauschens gilt es, die für die öffentliche Verwaltung relevanten digitalen Trendthemen zu identifizieren und frühzeitig Kompetenzen aufzubauen. In einer Onlinebefragung im Vorfeld des Digitalen Staats 2020 wurden Kongressteilnehmende zur derzeitigen und künftigen Relevanz von 23 Digitaltrends für die Arbeit der öffentlichen Verwaltung befragt.

Automatisierung und Datenmanagement starten durch

Besonders relevant für den Arbeitsalltag der öffentlichen Verwaltung heute und in fünf Jahren sind aus Verwaltungssicht die Themen IT-Sicherheit, E-Akte, neue Arbeitsformen, Prozessdesign und -optimierung und Digitalstrategien. Die Nachhaltigkeit der Digitalisierung, Verfahrensautomatisierung, digitale Verwaltungszugänge und Datenmanagement und -strategien gewinnen jedoch deutlich an Relevanz. Künstliche Intelligenz, Cloud, eID, Digitalisierung in der örtlichen Gemeinschaft, E-Zustellung und digitale Souveränität spielen zwar derzeit im Arbeitsalltag der Verwaltung noch eine untergeordnete Rolle, werden sich voraussichtlich jedoch sehr schnell weiterentwickeln.

In der Einschätzung gibt es deutliche Unterschiede zwischen Verwaltungsmitarbeitenden und Verwaltungsexternen. Letztere bewerten die heutige und künftige Bedeutung der Trends für den Arbeitsalltag der öffentlichen Verwaltung zumeist höher. Die größten Unterschiede zeigen sich bei der Zusammenarbeit mit Start-ups, der eID, digitaler Souveränität und den Technologietrends Blockchain und künstliche Intelligenz. Befragungsteilnehmende, die nicht aus der Verwaltung kommen, halten diese Themen für deutlich wichtiger und sehen mehr Chancen. Umgekehrt verhält es sich beim Trendthema neue Arbeitsformen, das von Beschäftigten der öffentlichen Verwaltung als wesentlich bedeutsamer und chancenreicher eingeschätzt wird.

Technologietrends treffen auf Skepsis

Technologietrends wie dem Internet der Dinge oder Blockchain, aber auch der Zusammenarbeit mit Start-ups werden nur eine sehr geringe Bedeutung für das Verwaltungshandeln heute und in Zukunft beigemessen. In dieser Hinsicht sind sich Verwaltung und Verwaltungsexterne weitgehend einig. Dabei schätzen auch hier Verwaltungsexterne die genannten Trends als wesentlich bedeutsamer ein.

Die Bewertung der Trends unterscheidet sich zudem zwischen den Verwaltungsebenen. So halten Beschäftigte des Bundes das Thema künstliche Intelligenz aktuell für sehr viel wichtiger als Beschäftigte aus Ländern und Kommunen. Kommunen legen hingegen ein deutlich größeres Gewicht auf die Digitalisierung der örtlichen Gemeinschaft, die Umsetzung des OZG, die Nachhaltigkeit der Digitalisierung, Cloud-Lösungen und das Internet der Dinge. Auffallend ist, dass die Länder den Trends für ihren Arbeitsalltag grundsätzlich die geringste Relevanz beimessen. Ausnahmen sind Datenmanagement und -strategien und digitale Souveränität.

Die Chancen überwiegen

Bei allen Digitaltrends werden die Chancen höher eingeschätzt als die Risiken. Die größten Chancen sehen Beschäftigte aus der Verwaltung bei den Themen E-Akte, Prozessdesign und -optimierung und Digitalisierungsstrategien, die geringsten bei Blockchain-Technologien, der Zusammenarbeit mit Start-ups und – insbesondere Vertreter:innen des Bundes – bei Cloud-Technologien. Dies korreliert mit den großen Chancen, die der Bund dem Thema digitale Souveränität beimisst.

Von allen Verwaltungsebenen setzen sich die Länder am wenigsten mit den Trendthemen auseinander und sehen sich auch am wenigsten gut aufgestellt. Besonders bei Datenmanagement und -strategien und digitaler Souveränität, die von den Ländern als strategisch wichtig eingeschätzt werden, ist ein deutlicher Nachholbedarf erkennbar.

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Wir führen in unregelmäßigen Abständen Befragungen zu aktuellen Digitalthemen durch. Hier finden Sie die Auswertungen und Ergebnisse dazu.

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